Nach der Weihe am Vortag bezogen am 12. Januar 1966 Schüler und Lehrer die Barbaravolksschule.

 

Erst 1956 war die Dreifaltigkeitsschule errichtet worden. Doch wuchs die Bevölkerungszahl im Südosten der Stadt Amberg rasch an. Schichtunterricht am Vormittag bzw. Nachmittag wurde erforderlich. Diese Umstände führten schließlich zum Neubau an der Raiffeisenstraße.

 

525 katholische und 120 evangelische Kinder gehörten im Januar 1966 der Barbaravolksschule, die von Rektor Adalbert Wanhoff geleitet wurde, an. Zwei der gebildeten 18 Klassen konnten nicht im neuen Gebäude unterrichtet werden, sondern mussten in Ausweichräumen außerhalb verbleiben.

 

Laut Stadtratsbeschluss erhielt die neue Schule den Namen Barbaraschule. Damit wollte die Stadt zum einen die Verbundenheit mit dem Bergbau aufzeigen, denn in Amberg wurde ca. 1000 Jahre lang Erz gefördert. Zum anderen bekundeten die Stadtväter mit der Namensgebung auch die lange Tradition als Garnisonsstadt. Die heilige Barbara ist sowohl die Schutzheilige des Bergbaus als auch der Artillerie.

 

Als äußeres Zeichen getaltete der Graphiker Rudof Schörner den Haupteingang der Schule mit der Symbolfigur der hl. Barbara.

  

Hl. Barbara

   

Möge der Segen der heiligen Barbara stets über der Schule stehen und so wirken, wie es der evangelische Stadtpfarrer Oskar Grosch am Tag der Weihe in seiner Rede bezeichnete:

 

"..., doch entscheidend (sei) allein der Geist, der das Haus beherrscht. Der Lehrer könne den guten Staatsbürger formen, den Intellekt fördern oder den tüchtigen Fachmann erziehen, im Auftrag des Staates und als Treuhänder der Eltern habe er vor allem aber den Menschen von innen her zu prägen - durch das Vorbild der Tat, durch Toleranz und in jenem ökumenischen Denken, das unsere Zeit endlich begriffen hat (...) Alle Eltern und Erziehungsberechtigten bat er (...) an der Erziehung mitzuarbeiten." (Amberger Stadtnachrichten, Mittwoch, 12.01.1966)

 




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